Martinusweg-Mittelroute Via Sancti Martini

Szombathely (Ungarn) - Österreich - Deutschland - Luxemburg - Belgien - Tours (Frankreich)

Aktuelles

Großer Aktionstag der Katholischen Fachschulen Sankt Martin mit Glockenguss

Am 8. November feierten die Katholischen Fachschulen Sankt Martin Neckarsulm ihr Patrozinium mit einem großen Aktionstag zum Thema „30 Jahre UN-Kinderrechte“. Der prominente Fernsehreporter und Moderator Willi Weitzel (bekannt durch Willi will’s wissen u. a.) zeigte seinen neuesten Sternsingerfilm aus dem Libanon und stand für persönliche Gespräche bereit. Das Sternsingermobil aus Aachen präsentierte auf dem Schulhof Kinderrechte weltweit, die angehenden Erzieher/innen und Heilpädagogen/-pädagoginnen führten ein Martinsmusical auf und im gesamten Schulhaus war eine interaktive Ausstellung zum Thema Kinderrechte installiert. Höhepunkt war der Live-Guss einer Sankt-Martinsglocke aus Bronze für die Kapelle der Fachschulen Sankt Martin. Glockengießer Peter Glasbrenner aus Schwäbisch-Hall gestaltete im Vorfeld des Aktionstages in Workshops mit den Auszubildenden die Form der Glocke mit einem Durchmesser von 30 cm. Mucksmäuschenstill wurde es, als im Beisein der benachbarten Johannes-Häußler-Schule und vieler Neckarsulmer Einwohner die rund 1.100 Grad heiße Bronze in die Form gegossen wurde. Schon 2 Tage später war die Glocke beim großen Sankt Martinsumzug der Kirchengemeinden Sankt Dionysius und Sankt Johannes auf dem Neckarsulmer Marktplatz zu hören und die vielen Kinder konnten auf Wunsch die Glocke läuten. Befestigt auf einem mobilen Glockenstuhl hat die Glocke nun ihren Platz in der Kapelle der Fachschulen Sankt Martin gefunden und kann von dort mühelos zu einzelnen Veranstaltungen transportiert werden.


Pater Ivan Lobo, Schulleiter Dr. Thomas Ochs, Willi Weitzel und der Glockengießer Peter Glasbrenner

Text und Foto: Dr. Thomas Ochs, Neckarsulm

 

Acht Männer pilgern von Szombathely nach Österreich

Was passiert, wenn acht Ravensburger sich in Szombathely auf den europäischen Martinusweg begeben? Anton Keller hat die Erlebnisse in einem spannenden Bericht festgehalten.

Bericht der acht bewegten Männer

Pfarrer Janos Schauermann spendeten den acht Pilgern den Segen in der Geburtskirche.

Text und Foto: Franz Keller

 

Neuer Ort des Teilens in Leutkirch im Allgäu

Tagungshaus Regina Pacis mit Kapelle und Medienprojekt als neuer Ort des Teilens ausgezeichnet

Dem Tagungshaus Regina Pacis in Leutkirch wurde am 09.11.2019 mit der Verleihung des Schildes Ort des Teilens am Martinusweg bestätigt, dass es durch sein aktives Tun schon lange als ein solcher Ort des Teilens gelten kann. Das Tagungshaus nimmt Menschen auf, als Pilger, als Gäste, als Tagungsteilnehmende. In der Kapelle wird das Wort Gottes geteilt, das Eucharistische Brot geteilt, wird ein Raum für Geistliches Wachstum angeboten. Das Medienprojekt übt eine sehr besondere Funktion des Teilens aus, es übernimmt Möglichkeiten der Kapelle und bringt sie nach Hause zu Menschen, die eben nicht an einen Ort des Gebetes kommen können, weil sie nicht mehr mobil sind.
Einen Ort des Teilens kann man fühlen, d.h. er soll atmosphärisch vorhanden sein. Er soll natürlich auch konkret sein. Er soll am konkreten Ort in konkreten Handlungen im Geiste des Heiligen Martin teilen. Menschen, die am Ort leben und Menschen, die als Pilger, als Gäste, als Freunde des Hauses kommen, oder die, als Besonderheit hier, über die Medien erreicht und angesprochen werden, teilen miteinander. So ist der Heilige Martin Vorbild, wie er darauf vertraute, wenn er seinen Mantel teilt, wird Gott das Übrige hinzutun? so brachte es Barbara Gitzinger als Sprecherin des Netzwerkes Orte des Teilens am Martinusweg im Namen des Vorstandes der Martinusgemeinschaft zum Ausdruck. Herzlich willkommen also im Netzwerk der Orte des Teilens am Martinusweg.

Text Barbara Gitzinger  Bilder: Doris Frei

 

Samstagspilgern in Trier

Samstagspilgern in Trier am 21.9. und 9.11.2019

Pilgern auf Straßen und Plätzen einer Stadt? Sicher anders als in Gotts schöner Natur zu wandern. Trier mit den Orten, an denen der hl. Martin als Bischof von Tours zwischen 371 und 386 gewesen ist, lädt dazu ein, sich mit dem Leben des hl. Martin intensiv zu beschäftigen – auch unter der Fragestellung, was das für unser Christsein heute bedeuten kann: teilen statt Neidparolen, eintreten für Fremde und Andersdenkende, beten und politisch handeln…

Ein Freundeskreis (10 Personen fortgeschrittenen Alters) aus dem Raum Frankfurt/Nordrheinwestfalen) wollte sich mit dem hl. Martin in Trier beschäftigen. Wir starteten mit einer Einführung in das Leben des hl. Martin in der Jesuitenkirche. Hier befindet sich das Grab von Friedrich Spee SJ (1591-1635); mit seiner Schrift „Cautio criminalis“ bewirkte er das Ende der Hexenverfolgungen, weil er nachwies, dass die Folter kein Mittel zur Wahrheitsfindung ist. Die Hinrichtung Priszillians, der unter der Folter gestanden hatte, Schadenszauber ausgeübt zu haben, also ein Ketzer = Hexer zu sein, war der erste von vielen Hexenprozessen. Deshalb gingen wir zum römischen Forum (vertreten durch die Ausgrabung der Thermen am Forum), wo 385 der Prozess gegen Priszillian stattgefunden hat. Bischof Martin hatte zunächst beim Kaiser erreicht, dass der kein Todesurteil aussprechen würde. Als der hl. Martin nach dem „Blutspruch von Trier“  wiederum zu Kaiser Maximus nach Trier kam, um Fürsprache für die verfolgten Anhänger Priszillians einzulegen – wir gingen zur Konstantinbasilika, die übrig geblieben ist vom römischen Kaiserpalast – erpresste dieser ihn, indem er ihn vor ein Dilemma stellte. Um Menschenleben zu retten, nimmt Martin die Eucharistiegemeinschaft mit den Bischöfen wieder auf, die Priszillians Hinrichtung betrieben hatten, und stellt seine Grundüberzeugung hintan, dass das Töten von Menschen geächtet werden muss. Wir gingen in den Dom und besuchten auch die Ausgrabungen der ersten Trierer Bischofskirche: über diesen Estrich ist der hl. Martin gegangen!

Der Gruppe bleibt in Erinnerung: Martins Einsatz für das Leben zeigt sich nicht nur in der Mantelspende für den Bettler in Amiens, sondern zieht sich als roter Faden durch sein ganzes Leben. Zwischen zwei Regenschauern ging am Todestag des hl. Martin wieder eine zehnköpfige Gruppe wie in einem „Fortsetzungsroman“ vom Forum zur Konstantinbasilika und von dort zum Dom unter dem Thema „Wie Kaiser Maximus Bischof Martin austrickste“. Am hl. Martin kann man die Einsicht des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer – als Widerstandskämpfer kurz vor dem Ende der NS-Terrorherrschaft  1945 hingerichtet – buchstabieren, mit all der bitteren Konsequenz für das Leben beider: „Es genügt nicht, das Opfer unter dem Rad zu verbinden, man muss dem Rad selbst in die Speichen greifen“.

Text und Foto: Hans-Georg Reuter, Trier

 

Martinusumzug in Berlin

Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden…“

Dieses Wort der Jünger von Emmaus an Jesus, mit dem sie ihn einluden in ihr Haus, steht an der Stirnseite der Emmaus-Kirche in Berlin-Kreuzberg. So lädt diese Kirche Jesus in unser Leben ein und lädt uns in seine Gemeinschaft ein. Diese Botschaft von Emmaus wurde auf eindrückliche Weise am Abend des 11. Novembers in Berlin-Kreuzberg gefeiert. Es mögen um die 400 Kinder, Eltern und vereinzelte Großeltern gewesen sein, die der Einladung der Evangelischen Emmaus-Gemeinde zum Martinsumzug gefolgt sind. Der Zug startete am Kinderbauernhof, zog dann durch den Görlitzer Park und endete schließlich an der Emmaus-Kirche. Wer Berlin kennt, weiß, was das bedeutet. Immerhin zogen die Kinder mit ihren Laternen und Martinsliedern durch ein besonders von Armut und Kriminalität belastetes Gebiet Berlins und bezeugten damit das Licht Gottes in einer dunklen Welt.

Vor der Emmaus-Kirche wurde dann die Geschichte der Mantelteilung in einer ansprechenden und engagierten Weise dargestellt. Der Abend fand seine Fortsetzung im Kirchenraum. Zunächst wurde von Konfirmandinnen und Konfirmanden der Fortgang der Martinsgeschichte mit seiner Berufung zum Bischof dargestellt. Die Kinder der Kinderkirche zeigten, wie Martin von den Gänsen verraten wurde. In einer eindrücklichen Weise legte Pfarrerin Marquardt die Geschichte des Martins aus. Sie betonte zum einen, dass es ihm darum ging, die Menschen zum Glauben an Jesus einzuladen, und zum anderen, dass dieser Glaube dazu führt, nicht nur an sich selbst zu denken, sondern bereit zu werden zu teilen.

Mit dem Teilen von Martinsmännern und dem Ausschank von Kakao endete der Abend in fröhlicher Gemeinschaft im Kirchenraum.

Vor über 30 Jahren hatte der Journalist Peter Scholl-Latour in seinem Buch „Allah ist mit den Standhaften“ das Ende des Abendlandes heraufbeschworen und führte dabei besonders den Kiez rings um die Berliner Emmaus-Kirche an. Geradezu beschwörend zitierte bei seinen düsteren Prophezeiungen den Satz auf der Kirchenfassade „Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden“ und dachte dabei an den Abend oder gar den Untergang des christlichen Abendlandes. Nach diesem Martinsumzug dürfen wir sagen, dass dieses Stoßgebet erhört wurde. Der Glaube an Jesus Christus und die Botschaft des Heiligen Martins finden Menschen und Gehör in diesem Kiez und geben Wegweisung für die Zukunft. Wer sich näher über die Arbeit der Emmaus-Gemeinde informieren will, kann das unter folgendem Link tun:

https://www.welt.de/vermischtes/video194385555/Junge-Pfarrerin-in-Kreuzberg-Mehr-als-Gottesdienst-das-ist-ein-hartes-Stueck-Grossstadt-Realitaet.html?

Michael Harr, Berlin, Mitglied der St. Martinusgemeinschaft

 

Martinusmantel in Leutkirch zu sehen

Die Kirchengemeinde Leutkirch feiert in diesem Jahr unter dem Motto "Martin folgen" ihren 500. Geburtstag. Im Rahmen eines Festgottesdienstes stellt Rolf Seeger, Pilgerbeauftragter des Dekanats Rottenburg und Mitglied im Vorstand der Bischof Moser Stiftung, am 9. November den Martinusmantel vor, der 2016 bei der Eröffnung der europäischen Mittelroute von Ungarn durch Europa getragen wurde.

Der Martinusmantel ist noch bis Ende Januar im Kirchenraum von St. Martin in Leutkirch bis Ende Januar zu sehen.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Text und Foto: St.Martinusgemeinschaft

 

Große Diözesanwallfahrt auf den Spuren des hl. Martin

Im kommenden Jahr lädt die Diözese Rottenburg-Stuttgart mit ihrem Bischof Dr. Gebhard Fürst vom 02.- 06. Juni 2020 zu einer großen Diözesanwallfahrt auf den Spuren des Diözesanpatrons Martin von Tours ein. Die Reise führt zu den historischen Martinsorten Worms, Mainz, Trier und Luxemburg. Aus vielen Dekanaten werden eigene Busse fahren. Insgesamt rechnet die Diözese mit 300 - 350 Wallfahrern. Wir laden alle Mitglieder der St. Martinus-Gemeinschaft und alle Interessierten ein, sich für diese Fahrt anzumelden. Von den letzten beiden Wallfahrten nach Szombathely und Tours wissen die Teilnehmer, dass dies immer sehr schöne und nachdrückliche Erlebnisse und Glaubensfeste sind.

Hier gehts zur Anmeldung

Flyer mit Informationen

Vorstand wertet Ziele aus und plant für 2020

Zwei Tage lang tagte der Vorstand der St. Martinusgemeinschaft e.V. in Trier. Neben der Auswertung der Ziele für 2018/2019 und der Befassung mit neuen Zielen für 2020/2021, war vor allem die konkrete Jahresplanung für das kommende Jahr ein Schwerpunkt. Zwei Schwerpunkte möchten die Martinuspilger setzen. Die Initiative "Für wen gehst Du?" soll Pilgerinnen und Pilger ermutigen ganz konkret einen Menschen im Gebet mit auf den Weg zu nehmen. Zudem ist geplant für ein Bildungsprojekt für Romakinder in Szombathely, Ungarn zu sammeln. Unter dem Motto "Pilgern für alle - barrierefrei, leicht, Mut machend" wird es im kommenden Jahr beim Samstagspilgern einige Angebote für Menschen mit und ohne Handicap auf kurzen Strecken geben. Am zweiten Tag erörterte der Vorstand Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschule Mainz. Kultureller Höhepunkt war die Besichtigung der Grabungen unter der Dominformation und die Besichtigung der orthodoxen Athanasiuskapelle im Dom mit dem Trierer Vorstandsmitglied Hans-Georg Reuter.

Neu mit an Bord ist Peter Silberzahn aus Horb, der die Aufgaben des Kassiers übernehmen wird. Vorsitzende Monika Bucher und Geschäftsführer Achim Wicker zeigten sich am Ende hoch zufrieden mit einer sehr effektiven und harmonischen Klausur.

Selfie vor dem Trierer Dom, Foto: Wicker

 

Mikropilgern auf dem Martinusweg

Trotz Nieselwetter war eine Gruppe des Ökumenischen Hospizdienstes Bruchsal auf dem Martinusweg unterwegs. Unter Führung von Barbara Gitzinger, Caritas Bruchsal, wurde eine kurze Strecke auf dem Michaelsberg gepilgert. Auch Teilnehmerinnen mit Rollator konnten teilnehmen, weil es ein Angebot zum Mikropilgern war. Dafür wurden größere innere Strecken beim Besinnungsangebot „bewältigt" den Trauerweg als einen Pilgerweg zu betrachten. Für die Teilnehmer war dies eine wertvolle Anregung.

Text und Foto: Barbara Gitzinger, Bruchsal

Pilgerwoche auf dem Martinusweg

Pilgerwoche auf dem Martinusweg Regionalweg Nord von Bad Mergentheim nach Erlenbach

Am 16. August trafen sich im Kloster Schöntal 10 Pilger und Pilgerinnen mit ihren Begleitern Monika und Wolfgang Bucher zu ihrer Pilgerwoche. Nach einem schönen, gemütlichen kennenlernen am Abend der Ankunft spürte man die Freude und Erwartung der Pilger für den Pilgerstart am nächsten Morgen. Pilgerstart war in der Martinskapelle in Bad Mergentheim und mit einem kleinen Umweg zur Stuppacher Madonna von Matthias Grünewald zu unserem Tagesziel nach Dörzbach. Der zweite Tag führte uns nach Krautheim, weiter nach Widdern und der letzte Tag unserer Pilgertage endete in Erlenbach in der Martinskirche. Dort wurden wir von Herrn Schadt einem Gemeindemitglied herzlich empfangen und bekamen eine Kirchenführung. Herr Schadt gab uns noch einen Pilgergruß und Segen zum Abschluss unserer Tage mit auf den Weg. Als Dank überreichte Frau Bucher ein Glas Pilgerhonig aus dem Weggental. Jeder Tag unserer Pilgerwoche war abwechslungsreich, die Natur war geprägt von Wald, Wasser, Burgen und weiten Feldern im schönen Hohenloher Land. Begegnungen und Gespräche auf dem Weg mit Menschen, die durch unsere Martinusfahne aufmerksam wurden. Das gehen in der Gruppe und der Austausch untereinander war intensiv. Spirituelle Impulse in den Kirchen oder auf dem Weg waren geprägt vom Leben des Heiligen Martin. Unseren Abschluss hatten wir auf der BUGA in Heilbronn. Peter Seitz Kath. Projektleiter der Kirche hat uns im Kirchengarten empfangen und uns erläutert wie es zum  Motto „Leben schmecken“  gekommen ist. Viele verschiedene Ecken die individuelle gestaltet waren z. B. Kräuterecke, Tische und Bänke zum verweilen und Kontakt zu anderen Menschen zu finden usw. wurden uns von Herrn Seitz nahe gebracht. Ein Garten der zum wohlfühlen eingeladen hat. Nach einem Abschlussimpuls führten uns unsere Wege wohlbehalten nach Hause zurück.

Text und Foto: Monika Bucher

 

Monika und Elfriede beenden Pilgertour in Bingen am Rhein

 Von Erding nach Bingen in 49 Tagen (vom 25. April bis 12. Juni 2019) Nach unserer letztjährigen Tour auf dem Martinusweg von Szombathely nach Erding sind wir in diesem Jahr die Fortsetzung bis Bingen gepilgert. Zusammengefasst haben wir 1.120 km hinter uns gebracht (ohne die Wege für Stadtbesichtigungen, etc.), das sind durchschnittlich ca. 23 km täglich. Unsere Hoffnungen, dass die Wegführung zwischen Erding und Kaufbeuren sowie Speyer und Bingen inzwischen festgelegt ist, haben sich nur teilweise erfüllt. Nach in diesem Jahr noch mehr Vorbereitungsarbeit als im letzten konnte es losgehen. Die Bahn hat uns nach Erding gebracht und bei warmem Wetter und tollem Sonnenschein starteten wir. Bis Augsburg hatten wir vorab die GPS-Daten für den Weg erhalten und auch die Übernachtungen bereits vorgebucht. Ab Augsburg bis Kaufbeuren wurden wir von verschiedenen Mitarbeitern der Arbeitsgruppe für den Martinusweg in Bayern vorbildlich betreut. Ab Kaufbeuren bis Speyer liegen die Wege fest, es ist fast alles beschildert und die GPS-Daten der Website haben uns gut geführt. Auch von Speyer bis Bingen wurden uns vorab GPS-Daten zur Verfügung gestellt, es fehlte lediglich ein kleines Stück von ca. 15 km, also die besten Voraussetzungen. Die Unterkunftssuche war teilweise sehr arbeitsintensiv, aber wir hatten oft private Unterkünfte (Marzling, Amperpettenbach,
Lagerlechfeld, Landsberg, Trochtelfingen, Rottenburg, Lauffen, Bruchsal, Mainz, Bingen), konnten in Klöstern und Pfarreien übernachten (Dachau, Kaufbeuren, Ottobeuren, Schemmerhofen, Besigheim, Waghäusel, Worms), wurden in Pilgerherbergen bzw. privaten Pilgerunterkünften aufgenommen (Augsburg, Marktoberdorf, Burgrieden, Oberdischingen, Heidelsheim), und auch kirchliche Einrichtungen wie Jugend- und Bildungshäuser boten uns Obdach (KVJS Petersberg, St. Luzen Hechingen, KVJS Gültstein). Sonst haben wir in Hotels, Pensionen, oder Ferienwohnungen übernachtet. Positive Begegnungen in den Unterkünften, den vielen Martinskirchen und mit den Menschen unterwegs haben uns die ganze Zeit begleitet und den Weg sehr besonders gemacht. Vor allem auf dem Wegstück zwischen Augsburg und Kaufbeuren wurden wir von einem „Betreuer“ zum anderen weitergereicht und in Rottenburg, dem „Herz“ des Martinusweges, nach einem Regentag so herzlich empfangen, wie man es sich nur wünschen kann. Auch in diesem Jahr wurden wir von vielen Menschen unterwegs angesprochen, die den Martinusweg nicht kannten und wir haben mit Freude darüber aufgeklärt. Oft wurden wir zu einer kurzen Rast eingeladen, was wir stets gern annahmen. Die Martinskirchen waren teils geöffnet, teils geschlossen, häufig haben wir uns vorab telefonisch erkundigt, ob und wann eine Besichtigung der Kirche möglich ist und es einen Pilgerstempel gibt. Das Wetter war nicht so freundlich zu uns wie im letzten Jahr, wir haben von Kälte mit Regen und sogar ein wenig Schnee über Hitze mit viel Sonne alles durchlaufen, aber mit der richtigen Ausrüstung und Einstellung haben wir auch das gemeistert. Und wir hatten viel Freude und Spaß dabei, schließlich wurden wir in Rottenburg getauft: die lustigen Weiber des Martinusweges! Im nächsten Jahr geht es weiter nach Tours. Unsere Schätzung vom letzten Jahr mit insgesamt 1.700 km ab Erding war falsch, nach den 1.100 km in diesem Jahr folgen noch einmal 1.100. Wir freuen uns schon darauf.

Mit Bischof Konrad Zdarsa in Augsburg am 1. Mai 2019

Vor der St. Martinsbasilika in Bingen am Rhein am 12. Juni 2019

Text und Foto: Elfriede Simon

 

Pater Franz Pfaff beendet Pilgertour

Guter Dinge sind Pater Franz Pfaff, Afrikamissionar der Weißen Väter, und sein Begleiter Gerhard Fehrenbacher aus Hechingen in Wien angekommen. In einem kurzen Bericht beschreibt Pater Pfaff seine Erlebnisse.

Bericht von der Pilgertour

Zeitungsbericht der Hohenzollerischen Zeitung vom 07.08.2019

Neu: direkter Link zu outdooractive.com bei jeder Etappe

Seit Mitte Juli finden Pilgerinnen und Pilger für jede Etappe des Martinusweges einen direkten Link zur Etappe beim Wanderportal www.outdooracitve.com. Der Link ist jeweils unter dem Etappenprofil bzw. über der Wegbeschreibung zu finden. Auf outdooractive.com kann die jeweilige Etappe in einem Maßstab von 1:25.000 ausgedruckt werden. Dies funktioniert über den Knopp "Drucken". So stehen dem Pilger für jede Etappe Karten zur Verfügung nach denen er pilgern kann. Um die Funktion nutzen zu können, muss man sich einmalig kostenlos auf der Plattform www.outdooractive.com registrieren. Auf der Plattform können die jeweiligen Etappen auch kommentiert, bzw. eigene Bilder eingestellt werden.

Beispiel: Etappe Riveris - Trier auf outdooractive.com

Pater Franz Pfaff aus Hechingen in Szombathely gestartet

Aktuell sind Pater Franz Pfaff, Afrikamissionar der Weißen Väter, und sein Begleiter Gerhard Fehrenbacher aus Hechingen auf dem Martinusweg von Szombathely aus unterwegs. In Eisenstadt wurden die beiden Pilger von Generalvikar Martin Korpitsch herzlich begrüßt.

Foto: Johann Artner, Diözese Eisenstadt

Familienmartinusweg in Bietigheim wiedereröffnet

Wiedereröffnung des Familienmartinuswegs: Der nach Angaben der Martinusgemeinschaft bundesweit einzige Familienmartinusweg mit sieben Stationen im Bietigheimer Forst hat eine Länge von sechs Kilometern und verläuft zwischen den Seelsorgeeinheiten Bietigheim-Bissingen und Freiberg/Ingersheim/Pleidelsheim. Pferd "Emil" begleitete als "Martinspferd" die Pilgergruppen auf dem wieder eröffneten Weg. Bibelerzählerin Mechthild Alber hat den Kindern die Martinsgeschichte erzählt.

Ludwigsburger Dekan Alexander König (links) bei der Wiedereröffnung des Familienmartinuswegs

Der Famillienmartinusweg mit sieben Stationen verläuft im Bietigheimer Forst zwischen den Seelsorgeeinheiten Bietigheim-Bissingen und Freiberg/Ingersheim/Pleidelsheim. Der Familienmartinusweg ist Teil des überörtlichen Martinuswegs, der hier von Kornwestheim kommt (Kath Kirche St. Martin) und weiterführt über die Evangelische Martinskirche in Großingerdheim bis nach Besigheim (Martinshaus=Gemeindehaus).

Fotos: Christian Turrey, www.christian-turrey.de

 

Pfarrer János Schauermann feiert silbernes Priesterjubiläum

Pfarrer János Schauermann, Pfarrer an der Geburtskirche des Heiligen Martin in Szombathely, hat am Sonntag sein silbernes Priesterjubiläum gefeiert. Rund 400 Gäste folgten der Einladung. Von Bischof János Székely wurde die Delegation der St. Martinusgemeinschaft und der Diözese Rottenburg-Stuttgart sehr herzlich begrüßt. Vorstandsmitglied Josef Albrecht überbrachten neben einem Geschenk der St. Martinusgemeinschaft auch Geschenke von Bischof Dr. Gebhard Fürst. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das ausführliche Grußwort von Bischof Fürst,der den Europäischen Kulturweg "Via Sancti Martini" in seiner Wahrnehmung als Pilgerweg als gemeinsam Errungenschaft beider Diözesen herausstellte. Neben der deutschen Delegation nahmen auch Vertreter aus Österreich und ungarische Pilgerfreunde an der Feier teil, die ihren Teil dazu beitrug das Pilgernetzwerk rund um den Martinusweg weiter zu festigen und insbesondere auch die große Verbundenheit der Diözese Szombathely und der Diözese Rottenburg zu stärken.

Pfarrer János Schauermann mit BischofJános Székely

Die Delegationen aus Österreich und Deutschland mit ungarischen Pilgerfreunden und Pfarrer János Schauermann

Fotos: Josef Albrecht / St. Martinusgemeinschaft Eisenstadt

Interview: Vom Wanderer zum Pilger werden

Seit zweieinhalb Jahren gibt es das ökumenische Projekt „Kirche und Tourismus in Baden-Württemberg“. Für die Diözese Rottenburg-Stuttgart zeichnet Achim Wicker verantwortlich. Simone Haefele von der Schwäbischen Zeitung sprach mit ihm unter anderem über die Chancen, die die katholische Kirche in diesem Projekt sieht. Aber auch über die Gefahren, die sich eventuell dahinter verbergen. Im Interview erzählt Achim Wicker vom Martinusweg und vom neuen MeinRadWeg und ob er diese öffentlichkeitswirksammen Projekte als Missionierung sieht. Sein Fazit: "Wir müssen kreativ sein, wenn es gilt, neue Formen zu finden, die in der heutigen Zeit bei den Menschen auch ankommen."

Das Interview in voller Länge können Sie HIER nachlesen.

 

Weihbischof Karrer weiht thematischen Martinusweg in Erolzheim ein

Erolzheim – Bei perfektem Pilgerwetter strömten viele Besucher zur Frohbergkapelle in Erolzheim, um den Festgottesdienst mit Weihbischof Matthäus Karrer zu feiern. Zuvor pilgerte er mit rund hundert weiteren Pilgern auf dem Martinusweg vom Kloster Bonlanden zur Frohbergkapelle und weihte den neu gestalteten Martinusthemenweg ein. Prälat Werner Redies, Geistlicher Begleiter der St. Martinusgemeinschaft e. V. hat neun Infotafeln gestaltet, auf denen Lebensstationen des heiligen Martins dargestellt sind. Der Verein „Freunde der Bergkapelle e.V“ hat diese Tafeln nun an Stahlstelen installiert, die dem Kreuz des Martinusweglogos nachgeahmt sind. Leonhard Balthasar Menter aus Marktoberdorf hat die Kreuze geschweißt. Der Tag stand ganz im Namen des heiligen Martin und so feierten Pilgerinnen und Pilger zu Beginn eine kleine Andacht mit den Franziskanerinnen aus Bonlanden, um sich dann auf den Martinusweg zu machen. Dekan Sigmund Schänzle wartete mit den Ministranten schon „sehnsüchtig“ auf die Pilgerinnen und Pilger am Fuße der Bergkapelle Erolzheim an der ersten Stele des Themenweges und begrüßte dort alle Festgäste: Neben Weihbischof Karrer waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Martinusgemeinschaft e.V. und Prälat Werner Redies angereist. Bürgermeister Jochen Ackermann und auch der Bundestagsabgeordnete Josef Rief ließen es sich nehmen, bei der Einweihung dabei zu sein. Dekan Schänzle würdigte vor allem den Einsatz der Mitglieder der „Freunde der Bergkapelle Erolzheim e.V.“ und seinem Vorstand Ansgar Zoller, die in vielen Arbeitsstunden die Stelen errichtet und nun auch dieses Fest organisiert haben. Nachdem Weihbischof Karrer die Stelen segnete, sprachen Achim Wicker und Andreas Nick von der Martinusgemeinschaft e.V. und Prälat Werner Redies Grußworte. Ansgar Zoller betonte bei seinem Grußwort, dass er bei seinen Pilgerreisen auf dem Martinusweg von Szombathely, dem Geburtsort des heiligen Martin, bis Erolzheim nirgends so gute Texte zum Leben des Heiligen gefunden hat, wie bei diesem Themenweg. Er bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Gönnern und Unterstützern und der Gemeinde Erolzheim, die sich alle für das Gelingen dieses Weges eingesetzt haben. Für den anschließenden Gottesdienst warteten noch viele weitere Besucher bei der Bergkapelle, um den Gottesdienst, der vom Kirchenchor Erolzheim musikalisch gestaltet wurde, mitzufeiern. In seiner Predigt betonte Weihbischof Karrer: „Durch den Martinusthemenweg wird uns auf wunderbare Weise deutlich, dass der Heilige Martin mehr ist, als der Heilige der Nächstenliebe.“ Karrer verwies damit darauf, dass das Leben des heiligen Martins noch ganz viele andere Facetten hat wie die Mantelteilung, die uns auch heute noch als Beispiel dienen können. Er ging dabei auf drei Schwerpunkte ein: Wie der Heilige Martin solle man Europäer und Brückenbauer sein, Gebet und Stille suchen und Frieden stiften. Karrer wünschte den Pilgerinnen und Pilgern, „dass jede und jeder einen kleinen Moment von diesem Gnadenort mitnimmt, wo sie spüren hier kann ich Gott nahe sein und den Menschen nahe sein.“ 

Dekan Schänzle ehrt Erich Zoller mit der Martinusplakette des Dekanats Biberach

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Walkler Caxilé, Pfarrer der Seelsorgeeinheit Illertal, bei allen Beteiligten. Dekan Sigmund Schänzle nutzte die Chance, um dem ehemaligen Vorstand der „Freunde der Bergkapelle Erozheim e.V“ Erich Zoller mit der Martinusplakette des Dekanats Biberach für seinen Einsatz für die Bergkapelle, aber auch darüber hinaus, zu ehren. „Hoffentlich hat’s noch viele ‚Sotige‘!“, betonte Schänzle. Er wünschte sich für Europa: „Jeder Pilgerschritt soll ein Herzschrittmacher für Europa sein.“ Ansgar Zoller bedankte sich am Ende bei allen Beteiligten und freute sich darüber, dass es nun bei der Bergkapelle den Martinusthemenweg gibt. Er lud alle ein, kräftig Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen, da der Erlös der Arbeit der „Freunde der Bergkapelle e.V.“ zugutekommt.Mit dem Themenweg zum Leben des Heiligen Martin ist der Martinusweg im Dekanat Biberach um eine Sehenswürdigkeit reicher geworden.


Text und Foto: Philipp Friedel, Kath. Dekanat Biberach

24 Pilger aus Rottenburg-Stuttgart pilgern von Klosterneuburg nach Krems

Bei hochsommerlichen Temperaturen war eine Gruppe von 24 Pilgerinnen und Pilgern aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf dem Martinusweg von Klosterneuburg bei Wien unterwegs nach Krems an der Donau. Bei Temperaturen von bis zu 34 Grad legten die Pilger Tagesetappen bis zu 26 Kilometern zurück. Unter Leitung von Pfarrer Gerhard Bundschuh und Geschäftsführer Achim Wicker startete die Gruppe in der Martinuskirche von Klosterneuburg. An der Donau entlang ging es bis nach Stockerau. Die folgenden Tage waren geprägt vom Pilgern entlang des Wagram und großer Gastfreundschaft. In Fels am Wagram lud der Ortsgeistliche die Pilger zu kalten Getränke ein und auch an vielen anderen Orten wurde die Gruppe freundlich angesprochen und empfangen. Am vorletzten Tag wurden die Pilger von Pilgerfreunden aus der Diözese Eisenstadt und Ungarn begleitet. Leo Führer, Pilgerverantwortlicher der Erzdiözese Wien, sorgte dafür, dass die Gruppe immer den richtigen Weg fand. Am letzten Tag liefen die Pilger mit den "Via Sancti Martini"-Fahnen in Krems ein, wo Pfarrer Gerhard Bundschuh einen feierlichen Abschlussgottesdienst feierte. Pilgern im Sinne des heiligen Martin hieß in diesen Tagen nicht nur gemeinsamen  zu Singen und zu Beten, sondern auch Wasser, Proviant, Sonnencreme oder den raren Schatten zu teilen. Bei aller Strapaze war es für die Pilgerinnen im Alter von Mitte 20 bis 89 Jahren eine unvergessliche Woche auf dem europäischen Martinusweg. Fortsetzung folgt.

Die Gruppe vor dem Dom St. Veit in Krems

Andacht unterwegs

Text: Achim Wicker Foto: Rolf Haller

Freiburger Erzbischof Stephan Burger segnet Martinsbild

Am vergangenen Freitag war der Freiburger Erzbischof Stephan Burger zum Festgottesdienst am „Hagelfreitag“ in der Wallfahrtskirche in Höchstberg. Eine Gruppe von 50 Martinspilgern ist morgens um 6 Uhr zu Fuß vom Schulhof der Katholischen Fachschulen St. Martin in Neckarsulm gestartet und hat in Höchstberg die Pilgermesse mitgefeiert. Im Gottesdienst segnete Erzbischof Burger das neue St. Martinsbild für die Kapelle der Kath. Fachschulen St. Martin Neckarsulm. Anschließend fand eine Begegnung mit den Pilgern im Pfarrgarten statt.

Text und Foto: Kath. Fachschule St. Martin Neckarsulm

 

Fünf Pilger brechen in Szombathely auf

Fünf Männer und Frauen sind vor kurzem in Szombathely zu ihrer Pilgerschaft auf dem Martinusweg aufgebrochen. In der Geburtskirche des heiligen Martin spendete Pfarrer Janos Schauermann ihnen den Pilgersegen und führte sie danach durch die Ausstellung über den heiligen Martin und den Martinusweg.

Foto: Günter Hornung

Zwei Pilgerinnen aus Szombathely erreichen Rottenburg am Neckar

Im vergangenen Jahr sind Elfriede Simon und Monika Schulz von Szombathely nach Erding in Bayern geplilgert. In diesem Jahr sind sie seit Ostermontag wieder auf dem Martinusweg unterwegs und haben nun die Bischofsstadt Rottenburg erreicht. Am Dom wurden beide von Geschäftsführer Achim Wicker und Vorstandsmitglied Josef Albrecht begrüßt. Bei Familie Albrecht kamen die beiden Frauen auch für eine Nacht unter und erfuhren schwäbische Gastfreundschaft. Ziel in diesem Jahr ist die Martinsbasilika in Bingen am Rhein, bevor die beiden Pilgerinnen dann 2020 die restlichen Etappen bis nach Tours meistern wollen.

Wer mehr erfahren möchte, kann sich das Kapellengespräch von Elfriede Simon mit Redakteur Gregor Moser hier anhören: Podcast Kapellengespräch Martinusweg

Foto: Gregor Moser, Diözese Rottenburg-Stuttgart

 

Samstagspilgern 2019 mit vielen Angeboten

Neuer Flyer Samstagspilgern erscheint druckfrisch zur Tourismusmesse CMT in Stuttgart. Über 20 Angebote "Immer wieder samstags - unterwegs auf den Spuren des Heiligen Martin"stehen interessierten Pilgerinnen und Pilgeren 2019 zur Verfügung. In Zusammenarbeit von Dekanten, Pilgerführer und der St. Martinusgemeinschaft konnte auch für die kommende Pilgersaison wieder ein attraktives Angebot in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Bayern und Trier auf die Beine gestellt werden. Höhepunkte sind im kommenden Jahr das Pilgern mit Bischof Gebhard Fürst von Rottenburg nach Oberndorf am Neckar am 5. Oktober und die Einweihung des thematischen Martinusweges mit neun inhaltlichen Tafeln unterhalb der Erolzheimer Bergkapelle im Dekanat Biberach am 23. Juni 2019. Erstmals findet auch ein Samstagspilgern in der Diözese Augsburg statt. Darüber hinaus lädt die St. Martinusgemeinschaft zu einer Fußpilgerreise auf dem eurpopäischen Martinusweg in Österreich, einer Pilgerwoche in Hohenlohe und Heilbronn und drei Pilgertagen in Oberschwaben ein.

In der Diözese Linz lädt Christine Dittelbacher zu Angebote "Pilgern auf dem Martinusweg in Ober-Österreich" ein.

Alle weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Informationsflyer, der ab 15. Januar 2019 auch über die Expedition der Diözese direkt bestellt werden kann.

Informationsflyer "Samstagspilgern 2019 " zum download
 
Samstagspilgern von Bad Schussenried nach Ummendorf 06042019
 
Samstagspilgern im Stromberg ab Besigheim 13042019
 
Samstagspilgern von Arlach zum Kloster Bonlanden am 27040219
 
Samstagspilgern zu den Allgäuheiligen ab Leutkirch 27042019
 
Samstagspilgern von Augsburg nach Lagerlechfeld 27042019

Pilgertag von Owingen nach Bisingen am 01052019
 
Samstagspilgern von Hechingen nach Hirlingen am 04052019
 
Samstagspilgern für junge Erwachsene Stuttgart 08062019
 

Weitere Informationen zu den Pilgerangeboten in der Diözese Rottenburg-Stuttgart finden Sie auf der Homepage www.martinuswege.de unter "Terminen". Bitte informieren Sie sich dort.

 

Pilger überschreiten Grenzen

Gruppe aus Österreich wandert erstmals auf Martinusweg in Diözese Rottenburg-Stuttgart / Mit im Abendprogramm steht ein „Eat and Meet“ Rottenburg a.N.. Auf den Spuren des heiligen Martin von Tours wandert zurzeit erstmals eine 16-köpfige Pilgergruppe aus der Diözese Eisenstadt in Österreich rund um Rottenburg a.N. auf dem Martinusweg. „Martin war ein europäischer Heiliger und uns geht es darum, das Zusammenführende und nicht das Trennende zwischen den Staaten aber auch zwischen den Menschen zu betonen und zu erfahren“, sagt Martin Korpitsch, Generalvikar aus Eisenstadt. So möchten die Katholiken aus dem Burgenland, durch deren Diözese der Martinusweg ebenfalls führt, die Bedeutung Europas betonen. Von Hechingen nach Rottenburg führte die erste Etappe am Montag. Am heutigen Dienstagvormittag folgte eine Führung durch die Bischofsstadt Rottenburg und nachmittags wanderten die Pilger nach Oberndorf. Herrenberg und Böblingen sind weitere Stationen in den kommenden Tagen. „Wir freuen uns schon “, sagte Generalvikar Korpitsch. Die ersten Erfahrungen auf dem Martinusweg seien „beeindruckend und wunderschön“ gewesen. Rolf Seeger und Achim Wicker von der Martinusgemeinschaft der Diözese Rottenburg-Stuttgart sorgten zusammen mit vielen Helfern für die Begleitung der Besucher aus Österreich und lieferten vielfältige Informationen über Kirchen und Kapellen entlang des Weges. Der Europarat hatte die Route des Martinusweges 2005 in die Liste der Kulturwege aufgenommen. Der Weg führt von Szombathely, dem Geburtsort des Heiligen in Ungarn, über verschiedene Routen nach Tours in Frankreich, wo Martin begraben liegt. Bereits in der vergangenen Woche machte Bischof Gebhard Fürst mit einer rund zweistündigen Pilgertour auf dem Martinusweg quer durch Stuttgart auf die Bedeutung Europas und auf die anstehende Europawahl aufmerksam. Als Gründer der ersten Mönchsgemeinschaft Europas habe der Heilige Maßstäbe für ein Miteinander in Gerechtigkeit und Frieden gesetzt, sagte Bischof Fürst. Grundvoraussetzung, um in Europa heute aufzubrechen und sich gemeinschaftlich den Herausforderungen zu stellen, sei, dass die Völker sich kennen. „Viele Staaten wurden in die Europäische Gemeinschaft aufgenommen, aber es wurde zu wenig getan, um einen geistigen Austausch zu fördern“, hielt er fest. Kennenlernen aber sei notwendig. Diesen Gedanken greifen die Organisatoren aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf und erfüllen ihn mit Leben: Mit im Abendprogramm der Besucher steht so ein „Eat and Meet“, bei dem die Pilger in Familien eingeladen werden. „Bunt gemischt“ werde da die Zusammensetzung rund um die Tische sein, sagt Generalvikar Korpitsch. Und er ist sich sicher: „Das wird interessant.“

Artikel des Kath. Sonntagsblatt, Ausgabe 21/2019, über das "meet and eat"

Die Gruppe aus Eisenstadt mit Pfarrer Gerhard Bundschuh und Geschäftsführer Achim Wicker vor der Kirche in Bechtoldsweiler

Beim "meet and eat" bei Familie Albercht in Rottenburg

Gruppenbilder mit der Besuchergruppe aus Worms, Vorsitzenden Monika Bucher und Pilgerführer Andreas Nick

Foto: Hannes Artner und St. Martinusgemeinschaft / Text: Diözese Rottenburg-Stuttgart

Pilgern für Europa mit Bischof Fürst in Stuttgart

Für Europa durch Stuttgart: Bischof Fürst führt Pilgertour an Auf dem Martinusweg durch Stuttgart – Katholiken aus Ungarn und Frankreich pilgern mit

Rottenburg/Stuttgart. Mit einer rund zweistündigen Pilgertour auf dem Martinusweg quer durch Stuttgart hat Bischof Gebhard Fürst am Dienstagabend (7. Mai) auf die Bedeutung Europas und die Wahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai aufmerksam gemacht. Unterwegs mit zahlreichen Pilgern mehrerer Nationen bezeichnete Bischof Fürst den Martinusweg als „begehbares Symbol der Einheit und des Friedens“. Zielort des gemeinsamen Pilgerns war die Kirche St. Martin in Bad Cannstatt. Um gemeinsame christliche Werte in Europa zu betonen, schlossen sich Mitglieder der Stuttgarter Französischen und Ungarischen Katholischen Gemeinde der Pilgertour an. Mit einem Aufruf des Rottenburger Bischofs zur Europawahl erfolgte der Pilgerstart in der katholischen St.-Thomas-Morus-Kirche in Stuttgart-Heumaden: „Ich bitte die Bürger Europas darum, sich auf den Weg zu machen – zur Wahl am 26. Mai und gleichzeitig zu einem friedlichen und solidarischen Europa“, sagte Bischof Fürst. Begleitet auf dem Martinusweg in Richtung Bad Cannstatt wurde er von Mitgliedern der Katholischen Französischen Gemeinde. Als Gründer der ersten Mönchsgemeinschaft Europas sei der Namenspatron des Pilgerweges, Martin von Tours, Kristallisations-Punkt für ein Leben in Gemeinschaft. „Er hat Maßstäbe gesetzt, die wegweisend sind für ein Miteinander in Gerechtigkeit und Frieden“, betonte Bischof Gebhard Fürst in seiner Ansprache in der Cannstatter Martinskirche. Grundvoraussetzung um in Europa heute aufzubrechen und sich gemeinschaftlich den Herausforderungen zu stellen sei, dass die Völker sich kennen. „Viele Staaten wurden in die Europäische Gemeinschaft aufgenommen, aber es wurde zu wenig getan, um einen geistigen Austausch zu fördern“, sagte der Rottenburger Bischof. Kennenlernen sei notwendig, da die Völker Europas unterschiedlicher ethnischer Herkunft sind. Bischof Fürst lud alle Bürger dazu ein, „mit dem Kompass des Martin von Tours in der Tasche“, den europäischen Weg weiter zu gehen. Zum gemeinsamen Abschluss in der Cannstatter Martinskirche waren auch Mitglieder der Ungarischen Katholischen Gemeinde Szent Gellért gekommen; sie waren als Pilgergruppe in Stuttgart-Gablenberg gestartet.

Das Video zu "Pilgern für Europa" finden Sie hier: Video

Fotohinweis: Bischof Gebhard Fürst geht für Europa auf die Straße: Gemeinsam mit Mitgliedern der Französischen Katholischen Gemeinde pilgerte er am Dienstagabend von Stuttgart-Heumaden aus auf dem Martinusweg nach Bad Cannstatt. Sein Anliegen dabei: Die Bürger Europas mögen sich auf den Weg machen – zur Wahl am 26. Mai und gleichzeitig zu einem friedlichen und solidarischen Europa im Sinne des heiligen Martin. Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart/Pfann

Zwei Pilgerinnen unterwegs von Erding bis Mainz

Im letzten Jahr sind Elfriede Simon und Monika Schulz von Szombathely nach Erding gepilgert. In diesem Jahr setzen sie ihr Pilgern auf dem Martinusweg fort und wollen bis ins Bistum Mainz kommen. Beide erfahren viel Gastfreundschaft und Unterstützung auf ihrem Weg: "Inzwischen sind wir auf dem Weg, am 25.4. die erste Etappe von Erding nach Marzling. Hatten schon viele tolle Erlebnisse, z. B. hat uns der Bischof von Augsburg handschriftlich unseren Pilgerpass signiert und ein Selfie mit ihm war auch drin - im Dom. Ulrico Ackermann hat uns in Augsburg betreut, und Herrmann Franze hat uns persönlich bei sich zu Hause aufgenommen, da die Übernachtungsmöglichkeiten hier schwierig sind. Auch Ilga Ahrens hat uns eine Privatunterkunft vermittelt und uns in Landsberg vorbildlich betreut. In Kaufbeuren sind wir  im Crescentiakloster untergebracht und werden von Laszlo Kasztner empfangen. Vielen Dank für Ihre Empfehlungen. "

Text: Achim Wicker / Elfriede Simon und Monika Schulz Foto: Elfriede Simon und Monika Schulz

Vor der Stadtpfarrkirche St. Martin in Kaufbeuren / Foto: László Kasztner

Samstagspilgern in Oberschwaben

Am Samstagmorgen begann um 9.00 Uhr in Arlach das Samstagspilgern. Mit einem Gebet zum H. Martinus für den Weg nach Bonlanden gingen wir los. Auch der Himmel hatte an diesem Tag an uns gedacht. Kein Regen fiel und so gingen 33 Pilger in aller Stille und Gebet in Richtung Tannheim, zum ersten Teil unserer Etappe. Von Mesner H. Weber wurden wir mit Glockengeläut der Kirche St. Martin in Tannheim empfangen. Eine Kerze des Hl. Martinus war schon angezündet und eine kleine Andacht mit einem Lied abgehalten. Einfach wunderschön. Nun ging es weiter in Richtung Berkheim zur Kapelle Maria Hilf. Ein wunderschöner Ort um ein Lied zur Hl. Mutter Gottes zu singen ( Segne du Maria..). Die Pilger waren sehr berührt. Nun ging es weiter zur Pfarrkirche St. Konrad /St. Willebold,  auch ein Ort am Weg der „Via Sancti Martini“ Wir wurden vom dortigen Mesner Edgar Kunz schon erwartet und begrüßt. Auch er hatte für uns Kerzen angezündet und eine kleine Andacht wurde gehalten. Danach ging es weiter zur Bäckerei Huber, wo wir von der Familie Huber zu einem Imbiss eingeladen wurden. Es war einfach wie im Paradies. Es gab reichlich zu essen und zu trinken und alle wurden satt. Wer wollte konnte sich durch eine Spende noch bedanken. Nun konnten wir unsere letzte Etappe gestärkt beginnen. Nach 13 km hatten wir unser Ziel erreicht. In der Klosterkirche in Bonlanden erwarteten uns schon Pfarrvikar Gorden Asare und Sr. Antonia Es wurde eine Hl. Messe als Abschluss eines schönen Pilgertages abgehalten. Mit einem Dankesgebet an den Himmel und anschließendem Segen  für den guten Verlauf beendeten wir unseren Pilgertag. Anschließend ging es noch ins Klosterkaffee zu Kaffee und Kuchen. Alle Pilger waren sichtlich angetan und berührt von diesem Pilgertag und der Begegnung mit dem Hl. Martinus. Alle wünschten sich eine Wiederholung, Für alle war das „Beten zu Fuß“ ein besonderes Erlebnis. Ein schöner und besinnlicher Tag ging zu Ende und für mich als Wegepate und Pilgerbegleiter war es etwas Besonderes, glücklichen und zufriedenen Menschen zu begegnen. Danke sagen möchte ich an dieser Stelle auch der Mesnerin in Arlach, Frau Melani Blanz, die die Kapelle wieder wunderschön mit Blumen geschmückt hatte. Für die pastorale Unterstützung  vielen Dank an die Pastoralreferentin, Frau Weiß und dem zusätzlichen Wegebegleiter Robert Ulrich. Und: Danke auch an alle, die diesen Weg zu Ehren des Hl. Martinus  mitgegangen sind. Ihr Wegepate Link Rudolf

Start in Arlach an der Diözesangrenze

Ankfunft im Kloster Bonlanden

Texte und Fotos: Rudolf Link, Arlach

 

Pilgern für Europa am 7. Mai in Stuttgart mit Bischof Fürst

Am 26. Mai wird das 9. Europäische Parlament gewählt. Bischof Fürst lädt deshalb am Dienstag, 7. Mai 2019 ein, mit ihm gemeinsam im Geiste des Martin von Tours für ein offenes, menschenfreundliches Europa und eine Kultur des Teilens einzutreten. Zwei Pilgergruppen, die eine in der St. Thomas Morus-Kirche, Korianderstr. 34, Stuttgart-Heumaden, Sitz der Französischen Katholischen Gemeinde, Sainte Thérèse de l´Enfant Jésus, die andere in der Kirche Bruder Klaus, Albert-Schäffle-Straße 30, Stuttgart-Gablenberg, Sitz der Ungarischen Gemeinde, Szent Gellért. starten am 7. Mai 2019 um 17:15 Uhr.
Ziel ist die Kirche St. Martin, Bad Cannstatt, Brückenstr. 22, 70376 Stuttgart. Nach ca. fünf Kilometer Fußmarsch und auf der zweiten Route mit einer kurzen Fahrt mit der Stadtbahn treffen die Pilger ca. um 19:15 Uhr ein. Beendet wird der Pilgertag mit dem Bischof mit einer Abendandacht.

Die St. Martinusgemeinschaft lädt alle Menschen, die für offenes, menschenfreundliches Europa und eine Kultur des Teilens eintreten wollen, sehr herzlich zum Mitpilgern ein.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Handzettel und dem Plakat.

Martinusweg in Bayern auf Landshuter Pilgermesse

Vor kurzem informierte die Bayern AG der St. Martinusgemeinschaft e.V. auf der Landshuter Pilgermesse über den Martinusweg in Bayern. Neben Urlico Ackermann, Gerhard Drescher und Klaus Fleck von der Bayern, waren auch Monika und Wolfgang Bucher vor Ort. Ein herzliches Dankschön der Stadt Landshut für die tolle Unterstützung bei der Standgestaltung und die leckeren Pilgersnacks.

Vollversammlung der St. Martinusgemeinschaft in Rottenburg

Harmonisch verlief die Vollversammlung der St. Martinusgemeinschaft im Martinshof in Rottenburg, zu der die Vorsitzende Monika Bucher über 20 Mitglieder begrüßen konnte. Neben dem Rechenschaftsbericht standen der Jahresabschluss 2018 und der Wirtschaftsplan 2019 auf dem Programm. In Kleingruppen wurde zu den Themen "Internationale Zusammenarbeit", "Unterstützung des Vorstands" und "Ideenwerkstatt" gerarbeitet. Im Anschluss führte Rolf Seeger einen Teil der Gruppe durch die Sülchenkirche, Grablege der Rottenburger Bischöfe.

Broschüre aller Kulturwege in Deutschland veröffentlicht

Entdecken Sie Europa auf faszinierenden Reisen durch Raum und Zeit. Europas reiches Kulturerbe könnte vielfältiger nicht sein! Bräuche, Traditionen und gemeinsame Erinnerungen verbinden Menschen über den ganzen Kontinent. Durch das Reisen auf den unterschiedlichsten Wegen und Routen entwickelte sich über Jahrtausende eine kulturelle Identität, die Europa zu der Gemeinschaft macht, in der wir heute ganz selbstverständlich leben. Seit 1987 zeichnet der Europarat internationale Netzwerke als „Kulturrouten des Europarates“ aus, die diese Routen lebendig werden lassen, indem sie interdisziplinär im Bereich (Kultur-)Tourismus, historische Forschung, Kunst und Kultur, Bürger- und Jugendaustausch zusammenarbeiten. Eine Reise auf den Kulturrouten des Europarats macht uns unsere kulturellen Wurzeln deutlich und erlebbar. Indem Sie den thematischen Routen quer durch Europa folgen, überwinden Sie Grenzen und Jahrhunderte, schlagen Brücken zu unseren Nachbarn, erkennen Einheit in Vielfalt und erleben Verständigung zwischen unterschiedlichen Menschen und Völkern. Immer wieder werden Sie dabei auch auf Kreuzungen stoßen, an denen kulturelle Einflüsse zusammentreffen. Begeben Sie sich auf eine faszinierende Reise durch Raum und Zeit und entdecken Sie Ihr Europa auf den Wegen der 33 Kulturrouten des Europarats! Die 17 Routen, die Mitglieder in Deutschland in Deutschland haben, werden in diesem Heft vorgestellt.

Zur Broschüre "Kulturrouten in Deutschland"

Pilgerwoche durch Hohenlohe - jetzt anmelden

Mitte August lädt die St. Martinusgemeinschaft zum Pilgern durch Hohenlohe mit Abschluss auf der Bundesgartenschau BUGA in Heilbronn ein. Monika und Wolfgang Bucher begleiten die Gruppe beim Fußpilgern durch die malerische Landschaft von Bad Mergentheim durchs Jagsttal nach Kloster Schöntal und bis nach Erlenbach. Ziel der Gruppe ist zum Abschluss die BUGA.

Weitere Informationen erhalten Sie im Informationsflyer und im Anmeldeformular.

Katholisches Sonntagsblatt berichtet über den Martinusweg

Kurz vor dem Start der neuen Pilgersaison berichtet das Katholische Sonntagsblatt ausführlich über den Martinusweg und ei Pilgerangebote. Auf zwei Seiten bringt Redakteurin Karin Lutz-Efinger den Leserinnen und Lesern das Pilgern auf dem Martinusweg näher.

Den Artikel finden Sie hier zum download: Artikel Martinusweg

Martinusgemeinschaft auf der Hamburger Pilgermesse

44 Stände und über 1000 Besucher zählte die 11. Hamburger Pilgermesse am vergangenen Wochenende. Für dei St. Martinusgemeinschaft waren die Vorsitzende Monika Bucher und Geschäftsführer Achim Wicker mit dabei. Kurz vor Ende hieß es dann am Stand des Martinusweges bereits "ausverkauft". Es waren so viele Interessenten gekommen, dass das Material gerade so gereicht hatte.

Neben der Informationen von Interessierten ist die Hamburger Pilgermesse alljährlich vor allem eine große Plattform für alle Verantwortlichen von Pilgerwegen. Höhepunkt war auch dieses Jahr wieder das Sternpilgern von drei Startpunkten in Hamburger Stadtteilen aus zur Hauptkirche St. Jakobi. Feierlichen zogen rund 150 Sternpilger in die Kirche ein.

Wir wären dann soweit!

Unsere große Karte ist für viele interessant.
Fotos: St. Martinusgemeinschaft e.V.

Erste Pilgerwanderkarte im Burgenland vorgestellt

Mehr als 1 Million Pilger gibt es jährlich in Österreich - Tendenz steigend, denn Pilgern erfreut sich seit vielen Jahren einer immer größeren Beliebtheit. Pilgern ist dadurch mittlerweile aber auch zu einem nicht unwesentlichen Tourismuszweig geworden, der neue wirtschaftliche Impulse schafft. Das Burgenland hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, alte Pilger- und Wanderwege neu zu beleben. „Pilgern ist für viele Menschen zu einer Art spirituellen Entschleunigung geworden. Es freut mich deshalb sehr, dass wir heute die ‚1. Burgenländische Pilger(wege)karte‘ präsentieren können, bei der die burgenländischen Pilgerwege und kulturhistorischen Gebäude vorgestellt werden. Die neue Pilger(wege)karte bietet interessierten Menschen einen genauen Überblick über alle Pilger- bzw. Wanderwege im Land und soll als kleine Unterstützung und zur Orientierung dienen“, betonte Landeshauptmann Hans Niessl. Bereits vor einigen Jahren wurden im Land die Wege um die traditionellen Pilger- und Wallfahrtsstätten mit den bestehenden Pilgerwegen und Wallfahrtsorten vernetzt und mit zusätzlichen touristischen Angeboten, wie Naturlehrpfaden, Themenwegen, Museen sowie mit Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben zu einem regionalen Gesamtangebot verbunden. Besonders wichtig dabei war es, neben den bedeutenden Pilgerstätten und Wallfahrtsorten die kulturhistorischen Besonderheiten der Regionen in die Routen mit einzubeziehen. Weiters wurde darauf geachtet, dass sich dieses Projekt nicht nur auf die Fußwallfahrt beschränkt, sondern dass auch Angebote für Radfahrer und Busgruppen geschaffen werden. Die Pilger- und Wanderwege sollen hinkünftig aber auch grenzüberschreitend zusammengeführt und vernetzt werden, wobei dieses Vorhaben in die angrenzenden Bundesländer, in die Slowakei und nach Ungarn reichen soll.

Bildtext (v.l.n.r.): Initiator Franz Renghofer, Landeshauptmann Hans Niessl, Hannes Anton, Geschäftsführer Bgld. Tourismus, und Generalvikar Martin Korpitsch präsentierten die "1. Burgenländische Pilger(wege)karte"

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice / Text: Landesmedienservice Burgenland

Die Welt braucht mehr Martinus

Treffen der Martinuswegverantwortlichen aus Ungarn, Deutschland und Österreich in Eisenstadt

Seit 2005 ist die via sancti Martini eine eingetragene Kulturstraße des Europarates. Die Südroute verläuft von Szombathely, über Slowenien, Kroatien, Italien, Frankreich nach Tours. Dieser Weg orientiert sich an den Wirkungsstätten des Heiligen Martin in Südeuropa. Eine Nordroute gibt es über Utrecht (Niederlande) und Erfurt. Seit September 2016 verläuft mit der Mittelroute ein weiterer Martinuspilgerweg "via sancti Martini" durch Europa. Der Weg beginnt in Szombathely (Ungarn), der Geburtsstadt des Heiligen Martin und verläuft durch Österreich, Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich bis nach Tours, wo der heilige Martin Bischof war. Das Wegenetz umfasst insgesamt über 2.500 Kilometer. Auf diesem Pilgerweg werden sowohl Kirchen und Einrichtungen verbunden, die unter dem Patronat des heiligen Martin stehen, wie auch ab Worms Orte an denen der Heilige zu Lebzeiten gewirkt hat. Der Pilgerweg ist in Teilstücken bereits ausgeschildert. Das gelbe Martinskreuz und der "Pas des St. Martin" (Fußbabdruck des Heiligen Martin) leiten die Pilger auf ihrem Weg.Der Martinusweg verbindet aber nicht nur Orte  sondern vor allem Menschen. So fand Anfang Februar ein Treffen der Martinuswegverantwortlichen bei uns in Eisenstadt statt. Róbert Orbán aus Ungarn, Achim Wicker aus Deutschland und die Kollegen aus den österreichischen Diözesen durch die der Martinusweg führt – sind der Einladung des Vorsitzenden der St. Martinus-Gemeinschaft Eisenstadt, Generalvikar Martin Korpitsch, gefolgt und haben sich im Haus der Begegnung in der Martinststadt ausgetauscht.Dabei sind die Ausgangslagen ganz unterschiedlich. Während in Ungarn und in Deutschland die Arbeiten (Markierung, Karten, Folder und Flyer, Werbeveranstaltungen, themen- und zielgruppenspezifisches Pilgern, … ) relativ weit fortgeschritten sind, ist es in Österreich - das erst vorigen Herbst Jahr den St. Martinus-Gemeinschaften beigetreten ist - noch nicht so weit.Schwerpunkt für die St. Martinus-Gemeinschaft Eisenstadt ist in diesem Jahr vor allem die von 12. bis 17. Mai geplante Pilgerreise auf dem Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.Fix ist bereits, dass traditionell am Samstag vor dem Palmsonntag ins neue Pilgerjahr gestartet wird. Wir im Burgenland wollen heuer von Pamhagen nach Frauenkirchen gehen. Auch in anderen Diözesen starten die Pilger an diesem Tag, wobei in manchen anderen - wie zum Beispiel in Oberösterreich oder in Baden-Würtemberg daraus die Tradition des „Samstagspilgern“ entstanden ist. Eine Initiative die vielleicht auch für uns denkbar wäre. Weiters wurde bei der Tagung die Idee eines gemeinsamen Martinusweg-Pilgerführers für Ungarn und Österreich  von Szombathely bis nach Passau angedacht. Für Deutschland ist gerade einer im Entstehen.Auch die Initiative von Bischof Gebhard Fürst „Pilgern für ein offenes Europa im Geiste des Heiligen Martin" im Mai vor der Europawahl wurde angesprochen.Vorgestellt wurde auch das von der St. Martinus-Gemeinschaft angedachte neue Pilgerprojekt „Wir gehen auf Tour(s)“ - welches anlässlich des 60-Jährigen Jubiläums unserer Diözese im Jahr 2020 bald starten wird.

Beim Treffen in Eisenstadt (vlnr): Róbert Orbán (Ungarn), Achim Wicker (Deutschland), Reinhilde Woditsch, Leo Führer (Wien), Generalvikar Martin Korpitsch, Karl Woditsch

Foto und Text: Diözese Eisenstadt

Martinusweg auf der Tourismusmesse CMT

Am 12. Januar 2019 startet die Tourismusmesse CMT in Stuttgart. Die St. Martinusgemeinschaft ist am ersten Wochenenden in Halle 10 zu finden, wo sie gemeinsam mit den Pilgerfreunden vom Jakobusweg über den Martinusweg informiert. Die ganze Zeit über bis zum 20. Januar finden Sie uns in Halle 6 beim Stand der Kirchen und im Forum der Kirchen am Eingang Ost, wo es jeden Tag einen Vortrag zum Martinusweg gibt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Bereits am ersten Messewochenende kamen sehr viele Besucher zum Pilgerstand in Halle 10 um sich zu informieren. Auf der Bühne standen Constantin Weyrich und Alexander Schwab zusammen mit anderen jungen Pilgern Rede und Antwort.

Übersicht der Vorträge

Hallenplan Martinusweg auf der CMT

Fotos: St. Martinusgemeinschaft e.V.

Samstagspilgern 2019 mit vielen Angeboten

Neuer Flyer Samstagspilgern erscheint druckfrisch zur Tourismusmesse CMT in Stuttgart. Über 20 Angebote "Immer wieder samstags - unterwegs auf den Spuren des Heiligen Martin"stehen interessierten Pilgerinnen und Pilgeren 2019 zur Verfügung. In Zusammenarbeit von Dekanten, Pilgerführer und der St. Martinusgemeinschaft konnte auch für die kommende Pilgersaison wieder ein attraktives Angebot in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Bayern und Trier auf die Beine gestellt werden. Höhepunkte sind im kommenden Jahr das Pilgern mit Bischof Gebhard Fürst von Rottenburg nach Oberndorf am Neckar am 5. Oktober und die Einweihung des thematischen Martinusweges mit neun inhaltlichen Tafeln unterhalb der Erolzheimer Bergkapelle im Dekanat Biberach am 23. Juni 2019. Erstmals findet auch ein Samstagspilgern in der Diözese Augsburg statt. Darüber hinaus lädt die St. Martinusgemeinschaft zu einer Fußpilgerreise auf dem eurpopäischen Martinusweg in Österreich, einer Pilgerwoche in Hohenlohe und Heilbronn und drei Pilgertagen in Oberschwaben ein.

In der Diözese Linz lädt Christine Dittelbacher zu Angebote "Pilgern auf dem Martinusweg in Ober-Österreich" ein.

Alle weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Informationsflyer, der ab 15. Januar 2019 auch über die Expedition der Diözese direkt bestellt werden kann.

Informationsflyer "Samstagspilgern 2019 " zum download

 

Der Martinusweg verbindet

Der ausgeschilderte Martinusweg, der direkt an meiner seelsorglichen Arbeitsstelle in einer Martinusgemeinde im Großraum Stuttgart vorbeiführt und der 10-monatige Aufenthalt einer ungarischen Austauschschülerin in unserer Familie waren ein willkommener Anlass für mich, meine Frau und unsere Tochter, in den Sommerferien nach Ungarn aufzubrechen. Wir wurden von unserer Gasttochter und ihrer Familie herzlich willkommen geheißen und konnten dadurch Land und Leute vertiefter kennen lernen. Am Ende unserer Reise fuhren wir dann nach Szombathely. um etwas vom Beginn des Lebenweges des Hl. Martin aufzunehmen. Durch die Vermittlung von Achim Wicker, Geschäftsführer der Martinusgemeinschaft der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V., wurden wir in Szombathely von Pfarrer Janos Schauermann freundlich empfangen. Er führte uns durch die Krypta und Kirche und das Museum und gab uns in deutscher Sprache einen Einblick in die lange Kirchengeschichte vor Ort. Mit dem Pilgerstempel im Pilgerausweis, einer kleinen Martinuskerze und dem Pilgersegen entließ er uns auf unseren Weg. Für mich war es ein besonderes Erlebnis, gute 800 km von meinem gewohnten Martinusumfeld zu stehen, sozusagen am Anfang, dort wo für Martinus alles begann. Für den kommenden Tag hatten meine Frau und unsere 8-jährige Tochter verabredet, dass wir eine Tagesetappe von Köszeg nach Zsira pilgern wollten. Der erste beeindruckende Abschnitt war, als wir bei Olmod auf die offene Grenze zwischen Ungarn und Österreich stießen. Ohne genaues Hinsehen könnte man leicht die Grenzsteine im Wald übersehen. Alles wirkt so ruhig und friedlich im Sonnenschein. Es fällt mir als Außenstehendem schwer, die Tragödie des sogenannten „Eisernen Vorhangs“ zu erfassen, die hier bis 1989 traurige Wirklichkeit war. Ich bin sehr dankbar für diese offene Grenze, die den Kontakt zu lieben Menschen erleichtert und so auch den Martinusweg von seinem Beginn in Szombathely (Ungarn) über Österreich und Deutschland bis zu seinem Ende in Tours (Frankreich) erst möglich macht. Gerade in der jetzigen Zeit ist es nötiger denn je, das Verbindende zwischen den europäischen Länder zu betonen. Ich bin dankbar für St. Martinus als europäischen Heiligen. Auf halber Strecke liegt der Ort Horvatzidany. Schon am Vorabend hatte uns  Pfarrer Janos Schauermann telefonisch im dortigen Pfarrhaus angekündigt. Auch hier wurden wir herzlich von Pfr. Dumovits in Empfang genommen. Da unsere Tochter kurz vor dem Ort auf der Landstraße ihre Knie aufschürfte und bei jedem Schritt jammerte, war uns Eltern klar, dass unser Pilgerweg am Pfarrhaus in Horvatzidany enden würde. Doch oh Wunder – nach einer erfrischenden Pause schnappte sich Pfr. Dumovits seine Wanderstöcke und machte sich mit uns auf den Weg. Und bis wir das richtig realisiert hatten, war er mit uns aus dem Ort hinausgelaufen und auf dem Weg zur nächsten Ortschaft. Es hat mich sehr beeindruckt, wie sich der alte Herr im Anzug bei der Mittagshitze auf den Weg gemacht hat und uns damit so motiviert hat, dass wir auch noch den letzten Teil der Tagesetappe gehen konnten. Begleitung tut gut – das war eine eindrückliche Wegerfahrung. So gefüllt konnten wir mit großer Dankbarkeit am nächsten Tag dann gut wieder Richtung Heimat aufbrechen.


Text und Fotos: Hans-Jürgen Winkler

Martinspilger aus der Diözese Eisenstadt und Österreich kommen zu Besuch

Im Mai 2019 werden Pilgerinnen und Pilger aus der Diözese Eisenstadt und den anderen österreichischen Diözesen am Martinusweg Wien, St. Pölten und Linz zu Besuch nach Rottenburg kommen. Vier Tage lang sind die Pilger mit Generalvikar Martin Korpitsch zu Fuß auf dem Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterwegs. .

Fußpilgerreise auf dem Martinusweg in Österreich - Anmeldung ab jetzt möglich

Im Juni 2019 bietet die St. Martinusgemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Diözesanpilgerstelle der Caritas Rottenburg-Stuttgart eine Fußpilgerreise auf dem europäischen Martinusweg in Österreich an. Vier Tage lang pilgern die Teilnehmer von Kosterneuburg bei Wien nach Krems an der Donau. Begleitet wird die Reise von Pfarrer Gerhard Bundschuh und Geschäftsführer Achim Wicker.

Weitere Informationen zur Reise und zur Anmeldung erhalten Sie in der Reiseausschreibung.

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