Martinusweg-Mittelroute Via Sancti Martini

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Sehenswertes - Kirchen & Kapellen

Hohe Domkirche St. Peter
Domfreihof, 54290 Trier
Web: www.roscheiderhof.de/kulturdb/client/einObjekt.php?id=6517
 
Dom und Liebfrauen.jpg
© Rita Heyen, KDA Trier, 2014
Die Domkirche St. Peter und die benachbarte Pfarrkirche Unserer Lieben Frauen gehen auf eine römische Großkirchenanlage zurück, die fast viermal so groß war wie der heutige Dom. Der "Quadratbau" des Doms aus dem 4. Jh. überlebte alle Zerstörungen

Zeitgleich mit den ersten christlichen Kirchen in Jerusalem, Rom und später auch in Konstantinopel ließ Kaiser Konstantin in seiner Hauptstadt Trier eine große Kirchenanlage für den Christengott bauen. Es entstand (möglicherweise am Ort einer frühchristlichen Hauskirche, s. Ausgrabungen unter der Dominformation) eine dreischiffige Bischofskirche, die bald (um die heutige Liebfrauenkirche) verlängert wurde. Noch zu Konstantins Lebzeiten wurde parallel dazu die Nordkirche gebaut, die um 380 einen neuen Ostabschluss erhielt. Dieser „Quadratbau“ des 4. Jahrhunderts überlebte alle Zerstörungen durch Franken und Normannen. Seit 1700 Jahren erklingt im Dom bis heute ununterbrochen das „Kyrie eleison“. Mit wehem Herzen mag Bischof Martin hier so gebetet haben, als er durch die Erpressung des Kaisers gezwungenermaßen an einer Bischofsweihe teilnahm.

Spiritueller Impuls: Martin betet, Martin setzt sich ein für das Leben Andersdenkender:
Als Martin vom Blutspruch von Trier erfährt, begibt er sich noch einmal an den Kaiserhof, er will erreichen, dass die Anhänger Priszillians in Spanien und Nordafrika nicht auch noch hingerichtet werden. Vor seinem Gang zum Kaiser Maximus verbringt Martin eine Nacht im Gebet in der Bischofskirche. Der Kaiser stellt ihn vor die Entscheidung: Die Communio mit Bischöfen, die „Blut an den Händen haben“ wieder aufzunehmen, oder schuldig zu werden an der Verfolgung und Hinrichtung von Priszillianern. Um Leben zu retten, stellt Martin seine Grundüberzeugung hintan, mit Bischöfen, die den Tod von Mitchristen zu verantworten haben, keine Eucharistiegemeinschaft zu pflegen:
„Auf den folgenden Tag war die Weihe des Bischofs Felix anberaumt. An diesem Tage trat Martinus in Gemeinschaft mit den Bischöfen; er hielt es für besser, für kurze Zeit nachzugeben, als die ihrem Schicksal zu überlassen, über deren Nacken schon das Schwert schwebte“; 3. Dialog, 11f.
 
Etappen:
RW-39 Stadtgang Trier
Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Oktober:
täglich 6:30 Uhr bis 18:00 Uhr
1. November bis 31. März:
täglich 6:30 Uhr bis 17:30 Uhr

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Stand: Dezember 2017 - Keine Gewähr - www.martinuswege.eu