Martinusweg-Mittelroute Via Sancti Martini

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Sehenswertes - Kirchen & Kapellen

Katholische Kirche Martinstein
Hauptststraße 9, 55627 Martinstein
Web: www.bad-sobernheim.de/gemeinden--stadt/martinstein/portrait-der-gemeinde/
 
Martinstein Fenster.jpeg
© Wolfgang Raab, Trier, 2015
Die heutige Pfarrkirche St. Martin ist die ehemalige Schlosskapelle, unterhalb des Burgfelsens gelegen, von den Häusern des kleinen Ortes versteckt. Trotzdem sehr sehenswert wegen der Buntglasfenster im Chorraum.

Martinstein - einer von fünf Orten im Bistum Trier, die nach St. Martin genannt sind. Martinstein gehört zur Verbandsgemeinde Bad Sobernheim und ist die flächenkleinste Gemeinde Deutschlands. 1340 baute der Erzbischof von Mainz hier eine Burg; die Schlosskapelle ist die heutige Kirche St. Martin. Rechts und links vom Altar erzählen zwei alte Buntglasfenster sechs Szenen aus dem Leben des hl. Martin. An den ehemaligen Chorraum wurde 1729 das Langhaus angebaut. Die kleine Kirche steht erhöht und versteckt hinter den Häusern der Hauptstraße und ist daher immer verschlossen. Gerne öffnet auf Anfrage die Küsterin, Frau Doris Fuhr, das Gotteshaus. Sie ist einverstanden, dass ihre Telefonnummer hier veröffentlicht wird: 0049 6754 1055.
Die eher unscheinbare Kirche in Martinstein liegt am Europäischen Pilgerweg St. Martin. Sie beeindruckt die Pilger, die sie am Berghang unter dem Burgfelsen aufsuchen, durch die Strahlkraft ihrer alten Fenster. Diese zwei Farbfenster erzählen sechs Begebenheiten aus Martins Leben: die Mantelteilung vor Amiens, die darauf erfolgte Taufe des Soldaten durch einen Bischof und wie Martin junge Männer im Glauben unterweist und sie zu Mönchen in seinem Kloster macht. Das andere Fenster ist von unten nach oben zu lesen: Martin wird von Arianern ausgepeitscht, leidet für seinen Glauben, als Bischof missioniert er in Gallien und zerstört heidnische Kultstätten, am Ende seines Lebens empfängt er die Sterbesakramente. Menschen in Martinstein, die damals oft nicht lesen konnten, wussten dank dieser Fenster mehr von ihrem Kirchenpatron als viele unserer Zeitgenossen heute!
1342 erhielt der Ort Martinstein zu Füßen der Burg Stadtrechte. Das Schwert im Wappen von Martinstein erinnert an den Namensgeber, der Reichsapfel an den ehemaligen Status der Reichsunmittelbarkeit.
 
Etappen:
HW-39-05 Bad Sobernheim - Simmertal

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Stand: August 2018 - Keine Gewähr - www.martinuswege.eu