Martinusweg-Mittelroute Via Sancti Martini

Szombathely (Ungarn) - Österreich - Deutschland - Luxemburg - Belgien - Tours (Frankreich)

Wegverlauf - Hauptweg

HW-36-03 Bruchsal-Heidelsheim - Bruchsal
Etappenstart: Bruchsal
Länge: 19 km
Höhenmeter bergauf: 401 m
Dauer: 6,1 Std.
 
Höhenprofil - Eventuelle Abweichungen beim Gesamtanstieg (Höhenmeter bergauf)
sind durch das verwendete Höhenmodell begründet.
 
Beschreibung
Von der Martinskapelle wenden wir uns auf dem Kirchplatz Heidelsheim rechts zum alten Barockkreuz und Ratsbrunnen beim alten Rathaus. Wir passieren danach auf der Merianstraße das Heidelsheimer Stadttor und biegen vor dem Marktplatz mit dem Marktbrunnen rechts in die Judengasse ein und an deren Ende am ehemaligen Judentor (siehe Erinnerungstafel am Haus Nr. 26 ) links in die Zähringer Straße. Wir kommen zur Bruchsaler Straße, die wir überqueren und gehen geradeaus in die Martinstraße unterhalb des Friedhofs und weiter durch die Unterführung der B 35. Nach ca. 50 m nehmen wir die Abzweigung nach links aufwärts in Richtung der Vereinsgelände und kommen auf der Anhöhe zur Gaststätte Schützenhaus.
Dort vorbei wieder abwärts erreichen wir einen breiteren Wirtschaftsweg, dem wir rechts ab folgen. Immer geradeaus durch Wiesen und Obstanlagen am Wald entlang geht es auf diesem Talweg hinauf zum Staighof und zum Grünsammelplatz, an dem wir links herum entlang gehen. Gegenüber des Tores biegt rechts ein Forstweg ab, der uns nach ca. 100 m in den Wald bringt. Auf dem breiten Waldweg wandern wir geradeaus, dann in Windungen leicht bergauf bis zum Vereinsheim und Übungsplatz des Hundesportvereins. Dem Weg weiter folgend, gelangen wir hinunter zur Landstraße und müssen dort ca. 50 m die Straße entlang, was auf dem Grünstreifen gut möglich ist. Vor uns sind schon die ersten Häuser und der rote Sandsteinturm der St. Martinskirche zu sehen. Ein befestigter Gehweg führt uns ab dem Sportplatz geradeaus hinunter ins Dorf. Bei den Grombach-Stuben/Festhalle biegen wir links in die Burgstraße ein und haben hier einen Blick auf das Obergrombacher Schloss, heute in Besitz der Familie von Bohlen und Halbach. Vorbei an alten Fachwerkhäusern mit schönen Innenhöfen wandern wir abwärts geradewegs auf ein besonders herausragendes Fachwerkgebäude zu. Hier geht es links zur Schlosskapelle, die jetzt als evangelisches Gotteshaus genutzt wird, rechts durch einen Torbogen und unter dem Rathausbogen hindurch kommen wir zur hohen Treppe, die hinauf zur katholischen St. Martinskirche führt. Sie wurde im neogotischen Stil erbaut und ist seit 1844 Nachfolgerin der für die katholische Pfarrgemeinde zu klein gewordenen Schlosskapelle.
Nach dem Besuch der St. Martinskirche wieder unten an der Treppe angelangt, gehen wir nach rechts und auf der Hauptstraße die hohe Mauer entlang. Wir biegen rechts in den Grombachweg ein, gehen links ab ein Stück an der Grombach entlang, dann rechts durch die Straße Erzgrube, die einen Bogen nach links macht zur Straße Untere Au. Dort halten wir uns rechts, auf der querenden Straße links und gleich wieder rechts zur Straße Zum Maierle mit dem Hinweisschild Michaelsberg. Weiter geht es auf befestigtem Landwirtschaftsweg geradeaus an Weinbergen, Gärten und Feldern vorbei (auch dem Wanderzeichen blaues W folgend) ständig bergauf, bis wir an einer Wegespinne bei einem Parkplatz mit Infotafel ankommen. Dort führt unser Pilgerweg später rechts durch die Weinberge in Richtung Bruchsal. Zuerst pilgern wir jedoch geradeaus hinauf zur Michaelsbergkapelle. Kurz zuvor passieren wir die ehemalige Fundstätte aus prähistorischer Zeit, heute die Michaelsberger Kultur genannt. Ein paar Meter weiter erscheint links die Michaelsbergkapelle. Hier gibt es Einkehrmöglichkeit in dem angeschlossenen Restaurant, das täglich geöffnet ist.
Vor der Kapelle am Aussichtspunkt bietet sich uns ein herrliches Landschaftspanorama mit Blick auf die Rheinebene, die Pfälzer Berge, rechts bis nach Mannheim, links bis Karlsruhe und den Schwarzwald.
Hier gehen wir links auf dem Schotterweg weiter, etwas abwärts, bis wir an einer Weggabelung links auf einen Grasweg abbiegen, auf dem wir den Michaelsberg umrunden. Rechts unter uns im Tal haben wir einen schönen Blick auf ein Untergrombacher Wohngebiet und vor uns auf das idyllische Städtchen Obergrombach mit Kirche und Schloß. Der Grasweg geht in einen befestigten Landwirtschaftsweg über, der schließlich wieder auf die Wegspinne beim Parkplatz und der Infotafel stößt.
Bei den Verkehrsschildern gehen wir links hinauf zum Weinberg und gleich rechts auf dem Weg zwischen den Weinbergen weiter. Diesem asphaltierten „Wanderweg 4“ folgen wir durch Weinberge und Felder, gesäumt von Obst- und Nussbäumen bis zur Wegquerung mit dem Naturdenkmal-Schild. Wir gehen links durch die alte Obstbaumallee zum Waldrand und verlassen dort den Rundweg 4 und begeben uns rechts auf den Grasweg (Zeichen blauer Punkt) am Waldrand entlang (vor uns der Schießstand der Bundeswehr). Mal links, mal rechts führt uns der Weg zu einem Waldstück, in dem sich der Jüdische Friedhof Obergrombach befindet. Dieser wurde 1637 als Verbandsfriedhof für die Juden in den rechtsrheinischen Gebieten des Hochstiftes Speyer, später auch der Kurpfalz und der Markgrafschaft Baden, angelegt. Davor hatte man auf dem Jüdischen Friedhof in Worms bestattet. Vermutlich waren die Wirren des Dreißigjährigen Krieges, die Unsicherheit der Wege und die Wegezölle für die Jüdischen Bürger der Grund, nun hier im Gebiet einen neuen Friedhof anzulegen. Wir gehen den unbefestigten Waldweg am Zaun entlang und am Friedhofstor links ab bis zur Straße.
Rechts ab folgen wir der Straße, passieren die Schranke, gehen weiter am Zaun der Eichelbergkaserne entlang und kommen bei den Parkplätzen vor dem Kasernentor aus dem Wald heraus.
Vor der Einfahrt zur Kaserne links dem Schild Fußweg Bruchsal folgend umrunden wir auf asphaltiertem Weg das Kasernengelände, passieren eine Schranke, gehen weiter am Zaun entlang und biegen links in den Weg, der uns abwärts führt. (Nach ca. 300 m, wo wir nach rechts abbiegen, können wir geradeaus die Zufahrt zur Heinrich-Gaber-Hütte des Odenwaldklubs Bruchsal erreichen. Die Hütte mit Restaurant ist Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen von 10.30 bis 22 Uhr geöffnet und bietet nach Absprache Übernachtungsmöglichkeiten). Bei unserem Abzweig nach rechts haben wir wieder den Blick auf die Kaserne und folgen dem Weg, der dann nach links abwärts verläuft.
Bei der Weggabelung folgen wir geradeaus dem Wegweiser Feldkirchle/Silberhölle und biegen in den nächsten Waldweg rechts ein, der uns zum Feldkirchle geleitet. Auf halbem Weg dorthin sehen wir rechts oben am Hang die ersten von insgesamt 7 Bildstöckchen, denen wir auf unserem weiteren Weg begegnen. Vor dem Feldkirchle laden uns mehrere Papstbänke, der für den Besuch des Papstes Benedikt XVI. in Freiburg am 25. September 2011 gefertigten Bänke, zum Verweilen ein. Dann folgen wir abwärts dem Wolfgang-Dörr-Weg, der zuerst auf schmalem Pfad, dann auf Asphaltweg vorbei an weiteren Bildstöckchen hinunter zur Straße zum Langental führt.
Hier rechts ab geht es zum Goldplatz mit Restaurant. Unser Weg aber geht geradeaus und wir erreichen bald den Kreisel an der B 35, den wir nach rechts überqueren, die Brücke passieren und geradeaus durch die Straße Eggerten weiter bergab gehen. An der Querung der Hochstraße und dem S-Bahn-Graben angekommen, führt unser Weg nach rechts, vorbei am Institut Sancta Maria, Katholische Fachschule für Sozialpädagogik, einer Einrichtung der Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu aus Gengenbach. Vor uns sehen wir auch die Kuppeln der barocken Peterskirche. Hier führt der Weg links über die Brücke die Friedhofstraße hinunter bis zur querenden Peter- und Paul-Straße.
Geradeaus ein paar Meter weiter befindet sich neben der Verwaltung des Caritasverband Bruchsal mit Beratungsstellen, die Cafétas, ein von der Caritas betriebenes Café. Hier könnte man weitergehen geradeaus bis in die Fußgängerzone Bruchsal.
Wir wenden uns aber rechts in die Peter- und Paulstraße, kommen vorbei am St. Josefshaus, ein von der Caritas Bruchsal geführtes Wohnheim für psychisch kranke Menschen, am Pfarrzentrum und Kindergarten St. Peter schließlich zur Barockkirche St. Peter . Sie ist ein Werk des berühmten Baumeisters Balthasar Neumann und die einzige im zweiten Weltkrieg nicht zerbombte Innenstadtkirche Bruchsals. Außerhalb der Gottesdienstzeiten kann man das Innere durch eine nach dem Hauptportal folgende Glastüre anschauen. Aus der Kirche kommend, halten wir uns rechts, erreichen über eine Treppe die Engelsgasse und kommen abwärts auf die Württemberger Straße. Wir befinden uns hier in der sog. Obervorstadt, ein Stadtteil, der von dem verheerenden Bombenangriff auf Bruchsal am 1.März 1945 weitgehend verschont blieb. Das alte Stadtbild ist hier noch gut erhalten und manche Straßen und Gässchen haben einen dörflichen Charakter.
Nach rechts durch die Württemberger Straße erreichen wir nach ca. 500 m links den historischen Bruchsaler Schlachthof, ein Jugendstil-Gebäude, heute Industriedenkmal. In diesem ist der Bruchsaler Tafelladen untergebracht, ein Ort des Teilens am Martinusweg., der zu seinen Öffnungszeiten gerne Pilger empfängt.
Gegenüber führen Treppen hinauf zur Stadtbahnhaltestelle mit Verbindung in Richtung Bretten und zum Bruchsaler Bahnhof.
Einige Meter nach dem Schlachthofgebäude zweigt links das Sträßchen Im Hammer ab. Hier gehen wir durch die Wohnanlage, über den Holzsteg der Saalbachbrücke, nach links entlang des Saalbachs hinaus auf die Wiesenstraße. Diese links entlang Richtung Innenstadt erreichen wir die Augartenstraße, dort ein Stückchen nach links an der Saalbachbrücke führt der Fuß- und Radweg, an Saalbach und Annabach entlang Richtung Innenstadt. Links blicken wir auf die Peterskirche und rechts erscheint bald das imposante Gebäude des St. Paulusheims der Pallotiner. Am Ende erreichen wir die querende B 3, gehen kurz zuvor rechts über die Zu- und Abfahrt der Straße Seilersbahn zur Fußgängerampel und gegenüber im Bürgerpark Richtung Bergfried, dem Schlossturm des Alten Schlosses, mit seinen 650 Jahren das älteste noch erhaltenen Bauwerk Bruchsals. Durch das Areal des Bürgerzentrums geht es hinaus zur Fußgängerzone Kaiserstraße mit dem Rathaus zur Stadtkirche Unsere Liebe Frau. Sie hat eine Jahrhunderte alte Geschichte, wurde jedoch bei dem großen Bombenangriff auf Bruchsal am 1. März 1945 nahezu vollständig zerstört. Zumindest konnte im Chorraum, an Überreste anknüpfend, das gotische Netzgewölbe wieder hergestellt werden.

 
Streckenverlauf
Heidelsheim - Obergrombach - Michaelsberg - Bruchsal
 
Übernachtungsmöglichkeiten
Heidelsheim - Untergrombach - Obergrombach - Bruchsal
 
 
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Stand: Juni 2019 - Keine Gewähr - www.martinuswege.eu