Martinusweg-Mittelroute Via Sancti Martini

Szombathely (Ungarn) - Österreich - Deutschland - Luxemburg - Belgien - Tours (Frankreich)

Wegverlauf - Hauptweg

HW-36-02 Kraichtal - Bruchsal-Heidelsheim
Etappenstart: Kraichtal
Länge: 21 km
Höhenmeter bergauf: 285 m
Dauer: 6,2 Std.
 
Höhenprofil - Eventuelle Abweichungen beim Gesamtanstieg (Höhenmeter bergauf)
sind durch das verwendete Höhenmodell begründet.
 
Beschreibung
Auf dem Radweg von Rohrbach kommend erreichen wir bei Industriegebäuden den Ortsrand von Landshausen. Wir gehen nach rechts in die Forststraße und geradeaus bis zur Menzingerstraße. Dort am Schulgebäude geht es links durch das Dorf, bis wir nach der Kurve links in die St.-Martin-Straße einbiegen, wo wir zu der reich ausgeschmückten kleinen St.Martinskirche kommen.
Als Pfarrkirche wurde sie 1331 erstmals erwähnt. Weihetag der heutigen Kirche war der 13.11.1751. Das Gewölbe des Mittelschiffs umspannte damals das gesamte Kirchengebäude. Im Jahre 1911 wurde die Kirche grundlegend renoviert und auf das heutige Maß erweitert. Während des 2. Weltkrieges mussten die Kirchenglocken abgegeben und für Rüstungszwecke eingeschmolzen werden. Die Wiederinstandsetzung der Kirche nach dem Kriege geschah in Zeiten, wo Mangel und Not herrschten. Zur 200-Jahr-Feier 1951 erstrahlte die Kirche in neuem Glanz. In ihrem Inneren befindet sich neben historischem Figurenschmuck, darunter der Kirchenpatron Martin, auch ein Epitaph für den 1778 verstorbenen Pfarrer Franz Philipp Junghans. 1993 wurde eine neue Orgel eingebaut, die heute den Gottesraum mit ihrem Klang schön ausfüllt.
Nach dem Besuch der St. Martinskirche wenden wir uns, aus dem Hauptportal der mit der Tafel via sancti martini der Martinusgemeinschaft ausgezeichneten Kirche kommend, nach links, gehen durch die St.-Martin-Straße am Kindergarten vorbei abwärts, halten uns kurz rechts und biegen gleich links in die Straße Klaushecke und nach ein paar Metern rechts in den Fußweg, der entlang dem Bächlein an Bauernhof und Gärten vorbei zum Sportplatz führt. Dort kommen wir links ab zur Forststraße und begeben uns rechts auf den Radweg Richtung Metterlinghof/Zeltcafé. Vorbei am Talhof erreichen wir nach ca. 200 m den Metterlinghof mit dem Zeltcafé, das vom 01. Mai bis 03. Oktober an den Wochenenden geöffnet ist. Weiter geht es abwärts dem Radweg folgend. Er führt uns an der nächsten Wegquerung rechts, gleich darauf links und nach ca. 50 m wieder rechts entlang dem Waldrand und einem kleinen Bach. An den Gleisen der Kraichtalbahn pilgern wir weiter durch das Gelände der Waldmühle bis zur Landstraße und kurz danach links entlang der Verkehrsstraße. Wir überqueren die Straße zur Bahnhaltestelle Bahnbrücken und bleiben auf dem Radweg ca. 6 km talabwärts entlang der Bahnlinie und einem plätschernden Bächlein bis zur querenden Straße nach Gochsheim.
Links ab führt unser Pilgerweg auf dem Fuß- und Radweg entlang der Unteren Bergstraße in die Ortsmitte beim Gasthaus Krone. Dort rechts abbiegend passieren wir unmittelbar nach der Brücke den Bach bei den Hochwasserpegelanzeigen den schmalen Durchgang. Wir gehen gemächlich den Bach entlang auf dem Stadtmauerweg vorbei an Gärten hinter alten Scheunen und der zum Teil restaurierten ehemaligen Stadtmauer bis zum wieder aufgebauten Schießturm. Hier erschließt sich vor uns das Panorama des Gochsheimer Schlosses der Grafen von Eberstein, das auf eine mittelalterliche Burg zurückgeht.
Der schmale Pfad wendet sich nach rechts und schlängelt zwischen den Gärten über eine Brücke hinauf zur Ortsstraße, an der wir links ein Stück entlang gehen bis zu den Trockenmauern unterhalb des Schlosses. Die steile Treppe „Schafraingärten“, für die etwas Kondition erforderlich ist, führt uns über 93 Stufen hinauf zum Schlosshof und zur evangelischen Kirche St. Martin.
Bei der Kirche gelangen wir hinaus auf die Hauptstraße, die rechts abwärts führt. Wir passieren das alte Rathaus mit dem Rathausbrunnen und gelangen zum großen Bürgerhaus, einem imposanten Fachwerkhaus mit dem Gräfin-von-Eberstein Brunnen an der Vorderfront. Links wendend, kommen wir auf dem Stadtbahnweg vorbei am Bäckerei- und Zuckerbäckermuseum, (geöffnet Sonntags am Nachmittag), auf der Gartenstraße hinab ins Tal, wo wir auf der querenden Wilhelmstraße bei der Volksbank links gehen und an der nächsten Ecke rechts in die Berthold-Bott-Straße einbiegen. Sie führt uns geradeaus mitten durch das Industriegelände aus dem Ort hinaus auf den Radweg entlang der Kraichtalbahn, bis wir nach ca. 3 km die ersten Häuser von Münzesheim erreichen.
Kurz danach weiter nach rechts über den Bahnübergang auf den Fußweg zum Therapiezentrum. Nach der Brücke überqueren wir die Landstraße Richtung Sportplatz. Kurz danach gehen wir links vor dem Sportgelände auf einem Wiesenweg weiter. (Hier sollten wir einen Besuch im asiatischen Garten des Therapiezentrums nicht versäumen. Dazu gehen wir nach der Straßenüberquerung geradeaus am Sportplatz entlang und kommen rechts ab auf das Gelände des Therapiezentrums und in den Garten. Auf dem gleichen Weg geht es danach wieder zurück zum Ausgangspunkt an der Landstraße.) Wieder den Bach entlang pilgern wir Richtung Münzesheim und passieren bei der Brücke links den unbeschrankten Bahnübergang. Nach ein paar Metern rechts und am Ende der Ulmenstraße über die Brücke links kommen wir zum Rathaus, wo vor uns schon die evangelische St. Martinskirche zu sehen ist. Rechts befinden sich die evangelische Diakoniestation und das Seniorenzentrum Kraichtal. Ein paar Meter weiter biegen wir in die Pfarrgasse ein und erreichen die evangelische Martinskirche mit ihrer schönen bronzenen Seitentüren, die Szenen aus dem Leben des Heiligen Martin zeigen. Die reliefartige Darstellung der Mantelteilung auf dem Doppelportal ist eine Besonderheit. Der Mantel ist ausgespannt zwischen dem Heiligen Martin auf dem linken Türflügel und dem Bettler auf dem rechten Türflügel. So teilt der eintretende Kirchenbesucher selbst durch das Öffnen des Portales den Mantel. Die Darstellung auf der Sakristeitüre zeigt Martin, der dem Kaiser sein Schwert zurückgibt und so den Militärdienst aufgibt, um künftig Gott zu dienen.
Um die Kirche herumgehend kommen wir auf den Kirchenvorplatz mit schön restaurierten Fachwerkhäusern und gelangen wieder auf die Rathausstraße. Dort geht es rechts ab zum Kreisel an der Ortsdurchgangsstraße, hier wieder rechts Richtung Bruchsal/Unteröwisheim und nach ca.150 m passieren wir den Fußgängerüberweg nach links Richtung Schule und Sporthalle. Auf der Straße Obere Hofstatt (rechts geht es zur katholischen Kirche St. Andreas) gehen wir geradeaus und gelangen am Ortsende auf dem Landwirtschaftsweg hinaus ins Feld, am Wasserhochbehälter vorbei immer geradeaus dem Wald zu. Immer wieder lohnt sich hier ein Blick zurück auf den Ort und die Hügel des Kraichgaus. Im Wald stets dem breiteren Hauptweg folgend, erreichen wir einen mit Schilf bewachsenen Tümpel rechts an der Wegkreuzung. Hier gehen wir kurz rechts und danach dem Weinpfad Kraichgau (blaues W) folgend weiter auf breitem weichem Waldweg bis wir zum „Waldtelefon“ kommen. Nach rechts führt uns der Wildschweinweg zu einem Insektenhaus bei der Saatschulhütte und entlang einer Hecke auf eine hohe Tannengruppe zu. An der folgenden Weggabelung bleiben wir weiterhin geradeaus und verlassen bei der nächsten Wegquerung nach links den Wald, wo wir auf dem Heidelsheimer Altenberg mit dem Rebanlagen angelangen. Rechts ab zunächst am Waldrand, dann an Gärten entlang auf dem Weinlehrpfad pilgern wir weiter und haben bald einen herrlichen Blick auf das ehemals freie Reichsstädtchen Heidelsheim, heute ein Stadtteil von Bruchsal. Am Ende der Weinberge knickt der asphaltierte Weg nach links ab, nach ein paar Metern wieder rechts und bringt uns hinunter ins Tal. Oberhalb der Tennisanlage halten wir uns links Richtung Ortsrand und dort rechts in die Altenbergstraße. Nach kurzer Strecke biegen wir vor der Eisenbahnbrücke links in den Frankenweg und gelangen geradeaus auf schmalem Weg zwischen Bahngeleisen und Wohnhäusern, danach kurz über den Bahnsteig, hinab zur Ortsdurchgangsstraße. Hier passieren wir gleich den beschrankten Bahnübergang und gehen beim Schafsbrunnen links in die mit alten Häusern gesäumte Wettgasse. Wir sehen links den Katzenturm und erreichen bald zwischen Wettgasse und Merianstraße die evangelische Stadtkirche Heidelsheim mit Martinskapelle.
Sie wurde 1540 als katholische Kirche gebaut, und von beiden Konfessionen als Gotteshaus genutzt. 1689 zerstört, wurde sie nach dem teilweisen Wiederaufbau 1711 geteilt. Der Chorraum, die heutige Martinskapelle, blieb 300 Jahre lang Katholische Kirche. Das Langhaus wurde Kirche der Reformierten Gemeinde. Nach ihren Neubauten von Pfarrzentrum und Kirche übergab die Katholische Gemeinde die Martinskapelle der evangelischen Kirche, um sie – nach der inzwischen erfolgten und von beiden Konfessionen unterstützten Renovierung – weiterhin kirchlich zu nutzen.



 
Streckenverlauf
Landshausen - Menzingen - Gochsheim - Münzesheim - Heidelsheim
 
Übernachtungsmöglichkeiten
Landshausen - Gochsheim - Heidelsheim
 
 
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Stand: Juni 2019 - Keine Gewähr - www.martinuswege.eu